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Gravel-Abenteuer Mein Weihnachtsgeschenk: Gravelbike statt Fitnessabo
19. Dezember 2025

Mein Weihnachtsgeschenk: Gravelbike statt Fitnessabo

Jedes Jahr nach den Festtagen das gleiche Spiel: Man ist vollgefuttert, ein bisschen träge, überall lachen einem die „Neujahrs-Aktionen“ der Fitnessstudios an – und schwupps, steht man wieder mit einem Jahresabo in der Hand.

Ich kenne das nur zu gut. Ich bin mehrfach in diese Promofalle getappt. Mindestens drei Mal habe ich mir nach Weihnachten ein Fitnessabo gegönnt. Jedes Mal mit dem guten Vorsatz: „Dieses Jahr bleibe ich dran, jetzt wird’s ernst.“

Die Realität? Nach etwa zwei Monaten war wieder Schluss. 🙃

Drei Abos, zwei Monate und manchmal “es bitzeli” Frust

Die ersten Wochen war ich jeweils motiviert. Neues Abo, neues Sport-Shirt, vielleicht sogar ein neuer Trainingsplan. Aber ziemlich schnell kam der Punkt, wo mich das Ganze mehr genervt als begeistert hat:

  • Das Gerät, das ich wollte, war dauernd besetzt
  • Wenn ich mich dann für etwas anderes entschied, war genau das auch besetzt
  • Ich stand mehr wartend herum als dass ich wirklich trainiert habe

Und dann kam der Frühling. Sobald es draussen wieder heller, wärmer und schöner wurde, war meine Motivation fürs Fitness im Keller. Ich wollte an die frische Luft, nicht in einem überfüllten Raum auf einem Gerät sitzen, das mich an ein Velo erinnert – aber kein echtes Velo ist.

Das Resultat: Zwölf Monate bezahltes Abo, genutzt vielleicht zwei. Nicht besonders nachhaltig – weder für die Fitness, noch fürs Portemonnaie. 😶

Warum Fitness für mich nicht funktioniert – aber das Velo schon

Ich fahre seit über zehn Jahren täglich Velo. Anfangs mit einem klassischen Biobike, später mit dem E‑Bike. Bewegung im Alltag war für mich nie das Problem.

Was für mich nicht funktioniert, ist „isoliertes Training“ in einem Raum:

  • Warten auf Geräte
  • künstliches Licht
  • geschlossene Luft
  • und das Gefühl, „jetzt muss ich noch ins Training“

Was für mich aber super funktioniert:

  • frische Luft
  • kurze, flexible Einheiten
  • Weg zur Arbeit, kleine Umwege, Feierabendrunden
  • und das Gefühl, auf dem Velo unterwegs zu sein, statt „abzuspulen“ 

Also habe ich mich gefragt: Warum gebe ich jedes Jahr Geld für etwas aus, das nicht zu mir passt – statt in etwas, das ich sowieso liebe?

Mein Weihnachtsgeschenk: ein Gravelbike

Dieses Jahr habe ich die Entscheidung bewusst anders gefällt: Kein Fitnessabo. Kein “2 Monate Vollgas, 10 Monate schlechtes Gewissen”.

Stattdessen: Ich schenke mir selbst ein Gravelbike. Warum?

  • Ich bin sowieso täglich mit dem Velo unterwegs
  • Ich will wieder mehr aus eigener Kraft fahren, nicht nur mit Motor
  • Ich möchte auch im Winter in Bewegung bleiben – aber draussen, nicht auf dem Laufband

Das Gravelbike ist für mich:

  • Trainingsgerät
  • Abenteuer-Maschine
  • und ein Stück Freiheit auf zwei Rädern

Und das Beste: Es steht immer bereit, es ist nie „besetzt“, und wenn es wärmer wird, macht es sogar noch mehr Spass, statt weniger.

Gravel statt Gym – was sich für mich ändert

Der Arbeitsweg ist mit dem Gravel nicht mehr nur Transfer, sondern ein kleines Ritual. Auch wenn das Ritual nach gefühlten 500m schon wieder vorbei ist. 😜

Wenn der Kopf am Abend voll ist, kann ich unkompliziert eine kurze Runde drehen und wieder klarer werden. Am Wochenende gefällt mir besonders, dass ich spontan neue Wege ausprobieren kann, ohne gross planen zu müssen. Und selbst im Winter sind kurze Einheiten drin, die sich nicht wie Pflichtprogramm anfühlen. Wenn das Wetter wirklich gar nicht mitspielt, stelle ich das Gravel einfach auf den Hometrainer und fahre im Hobbyraum weiter – das passt für mich einfach besser als ein Laufband im Fitnessstudio. Statt für ein Abo zu zahlen, das nach zwei Monaten irgendwo im Hintergrund verschwindet, investiere ich lieber in etwas, das mich über Jahre begleitet.

Mein kleines Experiment

Mit dem Gravel starte ich jetzt in mein Winter-Abenteuer – mit mehr Zeit draussen, mehr Bewegung aus eigener Kraft und deutlich weniger Ausreden. Ob das wirklich so gut funktioniert, wie es sich gerade anfühlt, werde ich in den nächsten Wochen und Monaten hier im Blog und auf Social Media festhalten. Eines weiss ich aber jetzt schon: Es fühlt sich viel besser an, mir ein Velo als Weihnachtsgeschenk zu machen, als zum vierten Mal ein Fitnessabo zu unterschreiben, von dem ich insgeheim weiss, dass ich es am Ende doch nicht nutze.

Vielleicht kennst du das ja – und vielleicht ist „Bike statt Gym“ auch für dich ein spannender Gedanke. 😉


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